Rezension Tod einer Hofdame Isabella Benz

Ich habe wirklich schon tausende Bücher gelesen NEIN das ist keine Übertreibung! Natürlich habe ich nicht mitgezählt, aber eine Leseratte war ich schon als 7 jährige und in den 30 (OMG, vergeßt diese Zahl) Jahren seither kam da nun mal einiges zusammen. Eine richtige Bücherrezension habe ich allerdings noch NIE geschrieben.

 

Als ich nach meiner Bewerbung für die aktuelle Promotion Tod einer Hofdame nun die Nachricht von 

 

 

bekam, daß sich der Verlag für meinen Blog entschieden hat, folgte auf die an-fängliche Freude erstmal Muffensausen. Wie schreibt man das, was gehört rein, was nicht, ...

 

Puuh, ich versuch's einfach mal, urteilt nicht zu hart mit mir ;-)


Genre: Historischer Krimi

Printausgabe-ISBN: 978-3-945025-64-2

Seiten: 248

Erste Auflage: April 2017

Preis: 14,90 €

Größe: 14,9 x 2 x 21,1 

Verlag: Ammianus-Verlag 

Ein mir bis dato völlig unbekannter Verlag, in dem Bücher aus den Genren: Historischer Roman / Phantastik erscheinen. Als allererstes ist mir an diesem Taschenbuch aufgefallen, daß es in der Höhe die meisten meiner anderen um ca. 2 cm überragt.

Zitat

"Mein Urteil steht fest: Sie hat Selbstentleibung begangen und damit die Chance auf ein seliges Leben nach dem Tode verwirkt. Verscharrt sie außerhalb der Mauern!"          (Seite 45)

Kurze Inhaltsangabe

Unter der Steinernen Brücke zu Regensburg wird eine Hofdame tot aufgefunden. Der Bischof urteilt auf Selbstmord. Aber Aleydis ist davon überzeugt, daß ihre Schwester niemals Selbstmord begangen hätte und begibt sich auf die Suche nach dem Mörder. Was hatte der gefangen genommene König von England - Richard Löwenherz - mit Belanca zu tun?

Bewertung des Buches:

Das Buch ist gut zu lesen, die Spannung wird aufrechterhalten. Ich wollte wissen: Steckt dahinter ein Mord, eine Verschwörung? Wer ist der Mörder?

Allerdings hatte ich  -nachdem ja auch der Untertitel Eine königliche Ermittlung lautet- erwartet, daß die Autorin mehr auf den Aspekt Ermittlungsarbeit eingeht. Ich steh nämlich total auf Ermittler wie Sherlock Holmes bzw. deren Arbeitsmethoden. Hier ist es so, daß es der Protagonistin einzig darum geht, die Schwester bestatten zu können und den guten Ruf der Familie wieder herzustellen.

Ein bißchen gestört hat mich das Wort Selbstentleibung, das die Autorin (statt Selbstmord) verwendet hat. (Ich kann mich auch nicht erinnern, dieses Wort jemals in einem historischen Roman gelesen zu haben) Es tauchte dann auch noch bestimmt 20x in verschiedenen Variationen (Selbstentleiberin, Selbstentleibung, selbstentleibt, selbstentleiben) auf und ich saß da: Arghhhh, schon wieder dieses Wort... Ich weiß nicht, ob Ihr sowas kennt, vielleicht hab ja auch nur ich diese komischen Anwandlungen. Neulich war's das Wort Plättiereisen, das mich störte. Warum auch immer ;-)

Bei einem anderen Wort bzw. Namen würde mich übrigens so ganz persönlich interessieren, woher die Autorin diesen hat: Belanca.  Klingt ja meinem (Bianca) nicht gerade unähnlich, aber da kenne ich als Variationen nur Blanca oder Blanche. Und über Google konnte ich nichts dazu finden...

Zurück zum Buch. Aleydis ist keine besonders schlaue oder auf sonst irgendeine Art herausragende Persönlichkeit. Für mich war wie gesagt sie die Protagonistin. Daher war ich irritiert, hinterher eine Aussage der Autorin zu lesen, in der sie ihr Werk als Roman über Richard (Löwenherz) Plantagenet bezeichnete. Das fand ich dann im Buch aber zu wenig herausgearbeitet. Dort taucht er meines Erachtens als zwar nicht unwichtige, aber dennoch als Nebenperson auf.

Fazit:

Lesenswert, aber nicht herausragend. Nicht so, daß was hängenbleibt, ich mir mit diesen Personen eine Fortsetzung vorstellen könnte oder wünschen würde.


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